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Japankäfer

Japankäfer (Popillia japonica) – Quarantäneorganismus mit Meldepflicht

Der Japankäfer (Popillia japonica) ist eine eingeschleppte Art mit grossem Schadenspotenzial für Landwirtschaft und Natur. Deshalb ist er als prioritärer Quarantäneorganismus eingestuft, für den in der Schweiz eine Meldepflicht besteht. Die Meldung und Koordination zum Umgang mit dem Japankäfer liegt beim kantonalen Pflanzenschutzdienst. Japankäfer - Kanton Luzern

Das Auftreten erfordert Massnahmen zur Tilgung des Käfers im Befallsherd und einer darum ausgeschiedenen Pufferzone von 5 km Radius. Die Massnahmen beinhalten verschiedene Einschränkungen im Umgang mit Kompost, Pflanzenmaterial, Geräten zur Bodenbearbeitung und Bewässerung. Die Koordination dieser Massnahmen erfolgt durch den Kanton.

Was für Schäden verursacht der Japankäfer?

Die Larven des Käfers leben im Boden und fressen die Wurzeln von Gräsern, was zum Absterben ganzer Wiesenflächen führen kann. Besonders betroffen sind Grünflächen wie Fussballplätze oder Rasenflächen, die bevorzugte Eiablageorte darstellen.

Die adulten Käfer befallen und gefährden über 400 verschiedene Pflanzenarten, darunter Reben, Obstbäume, Beeren, Gemüse, Mais sowie zahlreiche Zier- und Wildpflanzen wie Ahorn, Haseln und Linden. Typisch ist der sogenannte Skelettfrass, bei dem nur die Blattadern stehenbleiben. Auch Blüten und Früchte können stark geschädigt werden.                

 In der Menge gefährden die Käfer verschiedenste Pfanzenarten und hinterlassen von den Blättern nur das «Skelett». Bild: Tania Sostizzo, Agroscope

In der Menge gefährden die Käfer verschiedenste Pflanzenarten und hinterlassen von den Blättern nur das «Skelett». (Bild: Tania Sostizzo, Agroscope)

 

Situation in Kriens

Bisher reichte die Pufferzone des Befallsherdes Neuenkirch bei Littau fast an die Krienser Gemeindegrenze. Der kantonale Pflanzenschutzdienst überwacht die Situation. Die regionale Ausbreitung durch Flug kann bis zu 20 Kilometer pro Jahr betragen. Japankäfer können jedoch noch grössere Strecken als «blinde Passagiere» in Fahrzeugen zurücklegen.

In diesem Sommer wurden im Raum Allmend Luzern und auch in Kriens Japankäfer gefunden. Es ist davon auszugehen, dass in Kriens ein Befallsherd ausgeschieden wird.

 

Aussehen und Verwechslungspotenzial

Der Japankäfer ist etwa so gross wie ein Fünfrappenstück, besitzt kupferfarbene Flügeldecken, sowie einen metallisch grün schimmernden Kopf. Er ähnelt einheimischen Käferarten wie Junikäfer und Gartenlaubkäfer. Der Japankäfer im Vergleich zu anderen Käfern: Merkblatt Pflanzenschutzdienst Luzern

Typisch sind beim Japankäfer die weissen Haarbüschel am Hinterleib: seitlich je 5, hinten zwei.
(Foto: Christian Schweizer, Agroscope)

Bei Gefahr nimmt er eine Abwehrhaltung ein, bei der er ein Beinpaar seitlich ausstreckt. Die Flugzeit dauert in der Regel von Juni bis September (Foto Christian Schweizer, Agroscope).

Was tun bei Verdacht auf Japankäfer?

Verdächtige Käfer bitte einfangen, einfrieren und zusammen mit einem Foto, dem genauen Fundort sowie, wenn möglich, dem Namen der Wirtspflanze melden. Die Meldung kann via Onlineformular oder per E-Mail an den Kantonalen Pflanzenschutzdienst (pflanzenschutz.bbzn@sluz.ch) erfolgen. Weitere Informationen sind auf der Webseite des Kantonalen Pflanzenschutzdienstes zu finden:

Japankäfer - Kanton Luzern