Vernetzungsprojekt
Die Biodiversität, also die Vielfalt von Arten, Genen und Lebensräumen, bildet unsere Lebensgrundlage. Doch um die Biodiversität ist es schlecht bestellt. Naturnahe Lebensräume sind selten geworden und meist isoliert voneinander. Dieser Entwicklung wirkt das Vernetzungsprojekt entgegen.
Immer öfter hören oder lesen wir von selten gewordenen Tier- und Pflanzenarten. Die Gründe für die stetig länger werdenden Roten Listen sind vielgestaltig: Die Landschaft wird zusehends überbaut und zersiedelt, die Lebensräume werden zerstückelt und die verbliebenen Landwirtschaftsflächen werden intensiver genutzt. Aufgrund dieser Entwicklung wurden in verschiedenen Gemeinden, so auch in Kriens, Vernetzungsprojekte gestartet. Ziel dieser Projekte ist es, die Qualität und die Verteilung der ökologischen Ausgleichsflächen zu verbessern. Dabei werden naturnahe Lebensräume so angelegt, dass zusammenhängende Lebensraumkorridore entstehen, wodurch die Lebensräume miteinander vernetzt werden.
Seit Beginn des Vernetzungsprojektes 2011 haben die Krienser Landwirtinnen und Landwirte zahlreiche Massnahmen für die Natur umgesetzt, wie die Schaffung neuer Ökoflächen, die Aufwertung von Hecken, die Pflanzung von Einzel- und Obstbäumen, das Anlegen von Kleinstrukturen wie Ast-, Stein- und Wurzelstockhaufen oder die Montage von Nistkästen für Vögel. Die umgesetzten Massnahmen tragen zu einem attraktiven Lebens- und Erholungsraum bei, von dem auch die Bevölkerung profitiert.
Tierbeobachtungen
Wer seltene Tierarten schützen will, muss ihre Verbreitung kennen. Nach diesem Ansatz sammelt die Stadt Kriens Wildtierbeobachtungen. Mit Hilfe dieser Daten können die Massnahmen qualitativ und quantitativ beurteilt werden. Bitte melden Sie uns im Speziellen Ihre Beobachtungen von Wiesel, Zauneidechsen und Geburtshelferkröte. Besten Dank für Ihre Mithilfe!
Bildquelle: Carabus Naturschutzbüro