Ein politisch und wirtschaftlich erfreuliches Jahr für die Heime Kriens
2025 war für die Heime Kriens AG in doppelter Hinsicht ein erfolgreiches Jahr: Die Krienser Bevölkerung sagte überwältigend Ja zum 85-Millionen-Sonderkredit, der die Erneuerung und Sanierung der Infrastruktur ermöglicht. Auch betriebswirtschaftlich haben die Heime Kriens ein gutes Jahr hinter sich.
Mehr Bewohnerinnen und Bewohner, und diese im Durchschnitt mit einem höheren Pflegebedarf – das sind die Haupttreiber des betriebswirtschaftlichen Erfolgs der Heime Kriens AG im Geschäftsjahr 2025. Im Schnitt waren die 314 vom Kanton bewilligten Pflegebetten an den Standorten Grossfeld, Zunacher 1, Zunacher 2, Lindenpark und Schweighof zu 96,6 Prozent ausgelastet, was eine deutliche Zunahme gegenüber dem Vorjahr (93,7 Prozent) bedeutete. Das Durchschnittsalter der Bewohnenden nahm von 88 auf 89 Jahre zu, und auch die durchschnittliche BESA-Stufe, die den Pflegeaufwand einer Bewohnerin oder eines Bewohners abbildet, stieg 2025 an, was Mehreinnahmen bei den Pflegetaxen zur Folge hatte. Insgesamt konnten die Heime Kriens die Einnahmen aus Pensions- und Pflegetaxen um 8,5 Prozent auf knapp 40 Millionen Franken steigern.
Den mit Abstand grössten Aufwandposten bildeten naturgemäss die Personalkosten, die im Vergleich zum Vorjahr um 3,1 Prozent auf 29,76 Millionen Franken anstiegen. Der Aufwand für Energie und Wasser, der in den Vorjahren aufgrund der hohen Strompreise zwischenzeitlich die Millionengrenze überschritten hatte, lag mit 744 000 Franken wieder deutlich tiefer. Unter dem Strich resultierte ein Gewinn von 535'000 Franken, wobei die Heime Kriens gleichzeitig 2,59 Millionen Franken für Sanierungen und Erneuerungen der Infrastruktur zurücklegen konnten.
Kostenstruktur bleibt angespannt
«Wir freuen uns, dass wir nach den defizitären Jahren 2022 und 2023 nun wieder zwei Jahre in Folge mit einem Betriebsgewinn abschliessen konnten», sagt Verwaltungsratspräsident Peter Arnold. «Die Kostenstruktur bleibt insbesondere im Bereich der Personalkosten angespannt, weshalb wir auch weiterhin ideenreich, flexibel und entschlossen agieren müssen.» So wurden für das laufende Geschäftsjahr Massnahmen ergriffen, um dem Kostenanstieg im Bereich des Temporärpersonals entgegenzuwirken. Mit einem Bereitschaftsdienst sowie einem internen Springerpool für kurzfristige Einsätze konnte der Personalaufwand in diesem Bereich in den ersten Monaten des laufenden Geschäftsjahres deutlich verringert werden.
Die 475 Mitarbeitenden der Heime Kriens hätten auch im vergangenen Jahr täglich Höchstleistungen erbracht, Anpassungsfähigkeit bewiesen und durch ihren unermüdlichen Einsatz eine qualitativ hochwertige Betreuung und Pflege der Bewohnenden sichergestellt, so Peter Arnold. «Sie sind und bleiben das Herzstück unseres Betriebs.» Deshalb setze man sich kontinuierlich dafür ein, die Arbeitsbedingungen zu optimieren und Belastungen zu verringern. Die Lernenden etwa profitieren neu von 7 Wochen Ferien, sodass der Schritt vom Schul- ins Berufsleben erleichtert wird. Aktuell befinden sich 37 Lernende in den Bereichen Betreuung und Pflege, Küche, Hauswirtschaft und Administration bei den Heimen Kriens in Ausbildung. Darüber hinaus absolvieren 10 Fachpersonen die Weiterbildung zum höheren Diplom Pflegefachfrau/Pflegefachmann HF oder Langzeitpflege.
Überwältigendes Ja zum Sonderkredit
Für ein Highlight sorgte im vergangenen Geschäftsjahr die Krienser Stimmbevölkerung, die am 30. November 2025 mit einem überwältigenden Anteil von rund 88 Prozent Ja zu einem Sonderkredit in Höhe von 85 Millionen Franken für die Heime Kriens sagte. Damit machte sie den Weg frei für den Neubau des Lebens- und Begegnungszentrums Grossfeld sowie für die Sanierung der Häuser Zunacher 1 und 2 sowie Kleinfeld. «Dank der finanziellen Unterstützung der Stadt können wir unsere Infrastruktur umfassend modernisieren und die Altersversorgung der Krienser Bevölkerung langfristig sichern», so Peter Arnold. «Unser Anspruch ist und bleibt es, auch in Zukunft vielfältige und qualitativ hochwertige Aufenthalts-, Betreuungs- und Pflegeleistungen für die Menschen in Kriens erbringen zu können.»
Hinter den Kulissen wurde bereits intensiv an der Umsetzung des neuen Grossfelds gearbeitet. Noch im Dezember wurden die Austauschpläne zum laufenden Baugesuch eingereicht, wobei verschiedene Auflagen bereinigt und offene Punkte geklärt werden konnten. «Der Weg zur Baubewilligung ist damit geebnet», freut sich Peter Arnold. Der Zeitplan sieht vor, dass die neuen Gebäude gestaffelt ab 2029 bezogen werden können, und dass die Realisierung des Ersatzneubaus bis 2032 abgeschlossen ist.
Personelle Veränderungen
In der operativen und strategischen Führung der Heime Kriens kam es im vergangenen und im laufenden Geschäftsjahr zu Veränderungen. Heimleiter Guido Hübscher entschied, die Heime Kriens nach 15 Jahren zu verlassen. Er wird ab dem 1. August 2026 durch Stefan Wülser ersetzt. Mit Susanne Locher (Leiterin HR/Organisationsentwicklung), Christa Dengel (Leiterin Hotellerie und Facility Management) und Serena Dalmateno (Leiterin Zentrale Dienste, Start 1. Juni 2026) konnte die Geschäftsleitung in wichtigen Funktionen verstärkt werden.
Die zwischenzeitlich vakanten Sitze im Verwaltungsrat konnten mit Priska Baumeler, Tiziana Meyer Wermelinger, Michaela Schafflützel und Thomas Zimmerli besetzt werden. Verwaltungsrat Dominik Utiger hat entschieden, das Gremium zur Generalversammlung des laufenden Jahres zu verlassen. Der Verwaltungsrat wird künftig aus sechs statt sieben Mitgliedern bestehen, die Stadt Kriens wird weiterhin von Stadtrat Marco Frauenknecht vertreten, der als Vizepräsident des Verwaltungsrats amtet. «Ich danke allen erwähnten Personen herzlich für ihr engagiertes und vielseitiges Wirken im Dienst der Krienser Bevölkerung und der Heime Kriens», so Verwaltungsratspräsident Peter Arnold.