Rangerdienst startet in den Wäldern der Stadt Kriens
Die Stadt Kriens startet im Sommer 2025 ein einjähriges Pilotprojekt zur Besucherlenkung im stark frequentierten Pilatusgebiet und am Sonnenberg. Ein professioneller Rangerdienst soll dazu beitragen, das Miteinander von Natur und Erholung nachhaltig zu sichern.
Das Krienser Gemeindegebiet zwischen der Talstation und der Fräkmüntegg sowie am Sonnenberg umfasst landschaftlich und ökologisch wertvolle Flächen. Dazu zählen Hoch- und Flachmoore von nationaler Bedeutung, Wildrückzugsgebiete sowie Teile des Bundesinventars der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung (BLN). Gleichzeitig bietet die Region vielfältige und attraktive Freizeitmöglichkeiten.
Diese vielfältigen und intensiven Nutzungen bringen Herausforderungen mit sich. Die Stadt Kriens reagiert darauf mit einem gezielten Pilotprojekt: Seit Juni 2025 steht ein Rangerdienst im Einsatz – exklusiv im Gemeindegebiet von Kriens.
Informieren und Sensibilisieren
Die Ranger werden an wechselnden Tagen und zu unterschiedlichen Zeiten unterwegs sein. Sie informieren die Besucherinnen und Besucher über Naturwerte, Schutzvorgaben, sensibilisieren für die besondere ökologische Bedeutung der Region und stehen als Ansprechpartner zur Verfügung. Die Besucherinnen und Besucher sollen über die einzigartigen, aber auch empfindlichen Naturschönheiten informiert und für diese sensibilisiert werden. Sei dies bei einem Gespräch im Gelände oder auf einer Exkursion. Der Rangerdienst gibt Wanderempfehlungen ab, zeigt die einzigartige Flora und Fauna oder informiert über die Verhaltensweisen im Gebiet.
Auch in der Zentralschweiz wurden bereits positive Erfahrungen mit Rangerdiensten gemacht. Sei es, indem Skitourengänger auf die geltenden Wildschutzgebiete sensibilisiert werden oder im direkten Austausch mit Besuchenden am Ranger-Infotisch.
Einjähriger Pilotbetrieb
«Im Dialog mit den Besucherinnen und Besuchern soll das Verständnis für die Verhaltensregeln und Massnahmen zum Schutz des schönen, jedoch auch sehr fragilen Naturraums gefördert werden. Wir werden den Pilotbetrieb aufmerksam verfolgen und schliesslich auswerten, welcher Mehrwert für Natur, Sportlerinnen und Erholungssuchende resultiert», meint dazu der zuständige Stadtrat Maurus Frey.
Mit dem Pilotprojekt möchte die Stadt Kriens Erkenntnisse gewinnen, wie sich die naturverträgliche Nutzung verbessern lässt – damit seltene Lebensräume bewahrt bleiben, Wildtiere ungestört Rückzugsorte finden und Menschen die Schönheit dieser Landschaft in Rücksicht erleben können.
Auskünfte für die Medien:
Maurus Frey, Stadtrat, Stadt Kriens, 041 329 62 72
Sascha Blum, Co-Abteilungsleiter Umwelt und Sicherheitsdienst der Stadt Kriens, 041 329 63 88