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Kriens erhielt das Label als Energiestadt Gold

Die Stadt Kriens ist eine der Energiestädte mit dem Goldlabel. Am Montag wurde die begehrte Auszeichnung überreicht. Um in den exklusiven Kreis aufzusteigen, hat die Stadt zahlreiche Massnahmen umgesetzt. Nun soll 2025 eine Veranstaltungsreihe mithelfen, dass die Auseinandersetzung mit dem Thema Klimaschutz auch in einer breiteren Öffentlichkeit stattfindet.

Die Fakten lügen nicht: In den letzten Jahrzehnten haben wir eine Erwärmung des Klimas erlebt, wie es sie in mehr als 2000 Jahren nicht gegeben hat. Die Erwärmung ist in Form von heissen Sommerwochen im Alltag spürbar und belastet längst nicht mehr nur ältere Menschen. Sie führt auch zunehmend zu einem Verlust der Biodiversität. Und sie fordert uns heraus – technologisch, raumplanerisch – vorallem aber als Gesellschaft. So das Fazit des Fachvortrages von ETH-Klimaforscher Cyril Brunner anlässlich der Labelübergabe. Was zu tun ist, wäre klar. Mittel, Wissen und Technologie sind vorhanden, um klimaneutral zu werden. Welcher Weg der richtige sei, hätten wir als Gesellschaft zusammen festzulegen, sagte Brunner.

Einen Beitrag dazu will auch die Stadt Kriens leisten. Sie hat sich in den vergangenen Jahren bereits als Energiestadt für einen energiebewussten Umgang mit Ressourcen eingesetzt. Nun hat sie mit ihrer Klimastrategie einen weiteren Schritt gemacht. Sie hat dazu das Ziel «Netto-Null bis 2045» definiert. Mit dem Beginn der Umsetzungsarbeiten ist die Stadt nun in den Kreis der Energiestädte mit dem Goldlabel aufgestiegen.

Die Konkretisierung für den Bau eines Wärmeverbundes (Wärmelieferung ab 2028 vorgesehen ab einem Holzheizkraftwerk im Obernau mit Holz aus lokalen Wäldern) sowie die Lancierung des Förderprogramms Energie und Klima ab 2026 (schliesst Lücken im bestehenden Programm von Bund und Kanton) sollen wichtige Elemente sein.

Ebenfalls Teil der Anstrengungen im Rahmen dieses Goldlabels wird im kommenden Jahr eine Veranstaltungsserie sein, mit der die Stadt Kriens das Thema Klimaschutz bei einer breiteren Öffentlichkeit ins Bewusstsein rücken will. Ein Kabarettabend («Over and Out» mit Nina Wägli), der Besuch des Solarbutterfly auf dem Stadtplatz, ein Filmabend «Filme für die Erde» oder die Abgabeaktion von Klimabäumen sind einige der geplanten Anlässe. Sie sollen veranschaulichen, wo Krienserinnen und Krienser ihren Beitrag zur Klimawende leisten können.

Übergeben wurde das Label symbolisch durch Energiestadt-Botschafter Jules Pikali an Stadtpräsidentin Christine Kaufmann-Wolf. Stadtrat Maurus Frey führte durch den Abend, Einwohnerratspräsident Michael Portmann überbrachte die Grüsse des Stadtparlamentes.

Präsentation von Cyril Brunner anlässlich der Labelübergabe

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