Spatenstich für die Pilatusarena ist erfolgt
Sportlerinnen und Sportler standen Spalier, die Politik lobte, Planende und Investierende freuten sich: Am Dienstag erfolgte der Spatenstich zum Grossprojekt Pilatusarena. Und mit dem neuen Superstar der Krienser, Andy Schmid, erzielte der Heimrückkehrer symbolisch das erste Tor.
20 Jahre Vision, 15 Jahre konkrete Projektentwicklung, zwei Jahre Planung und Bauvorbereitung nach der Abstimmung über den Gestaltungsplan (Bericht): Am Dienstag schlug die grosse Stunde für die Pilatus Arena am Bahnhof Mattenhof. Auf dem Areal am Kreisel Mattenhof hatte sich versammelt, was in den letzten 20 Jahren mit der Pilatus Arena zu tun gehabt hatte. Auf dem Programm stand der Spatenstich für das Gesamtprojekt Pilatus Arena.
Geplant ist eine multifunktionale Eventarena mit 4'000 Sitzplätzen, links und recht davon zwei Häuser mit Geschäftsflächen, 370 Miet- und Eigentumswohnungen, und ein Aussenraum, der die heutige Lücke am Mattenhof zwischen Brändi, Ringstrasse bzw. dem neuen Mattenhof-Quartier und dem Bahnhof Mattenhof in drei Jahren schliessen wird. (Bericht)
Städtebaulicher Impuls
Die Krienser Stadtpräsidentin Christine Kaufmann-Wolf stellte denn auch den Gesamtnutzen des Projektes für die Krienser Stadtentwicklung ins Zentrum ihrer Grussbotschaft. Die neue Nachbarschaft des traditionellen Kuonimatt-Quartiers sei ein wichtiges Puzzleteil in der Entwicklung dieses zweiten Krienser Zentrums. Kriens wolle die sozialräumliche Entwicklung in diesem Gebiet aktiv begleiten. Die Stadt freue sich, dass mit der Pilatus Arena ein Leuchtturm-Projekt in dieser Entwicklung eine Führungsrolle übernehme.
Kriens habe sich stets für den Standort Mattenhof eingesetzt, weil die Stadt die Chancen einer Arena an diesem Ort sah, sagte die Stadtpräsidentin. Gleichzeitig hätte die Stadt aber auch behutsam und umsichtig dafür gesorgt, dass demokratische Prozesse sauber eingehalten würden. Das habe zwar etwas gedauert – dafür sei das Projekt jetzt demokratisch legitimiert.
Regierungsrätliche Freude
Mit Regierungsrat Paul Winiker kam ein anderer Krienser ebenfalls zu Wort. Er hatte als Krienser Gemeindepräsident die Anfangsbestrebungen für den Bau noch mitbegleitet und freute sich jetzt als Regierungsrat und Sportfan über den Beginn der Bauarbeiten: «Ich ziehe den Hut vor den Initianten und ihrer Beharrlichkeit,» sagte Winiker, indem er seinen breitrandigen (Regen-)Hut symbolisch absetzte: «Ich freue mich enorm, dass hier dereinst tolle Veranstaltungen Menschen zusammenbringen werden.» Damit erhalte das Projekt Ausstrahlung über die Kantonsgrenzen hinaus.
Zwei andere dürften den Moment zuerst einmal sacken lassen müssen: Die beiden Projektinitianten Toni Bucher und Nick Christen. Der eine Bauunternehmer und Investor, der andere CEO der Krienser Handballer. Beide konnten ihre Freude am Festtag für ihr Projekt kaum verstecken. Denn ihre Vision stand am Anfang des Projektes. Und ihrer Beharrlichkeit ist es zu verdanken, dass die Projektidee letztlich die nötigen Hürden überspringen konnte.
Handball-Superstar und viel Breitensport zur Eröffnung
Bevor in den kommenden Tagen nun die schweren Baumaschinen auffahren, gehörte das Feld am Spatenstich noch einmal dem Sport. Dem Hallensport genau genommen. Denn die Arena ist nicht zuletzt für sie ein Meilenstein. Volleyballer, Basketballer, Handballer und viele mehr aus der Region waren am Spatenstich mit dabei. Und selbst deren nationalen Dachverbände gaben sich am Spatenstich hochprominent die Ehre. In einer Ballstaffette von klein bis gross kam der (Hand-)Ball schliesslich zum aktuellen Aushängeschild: Zu Handball-Superstar Andy Schmid. Der mehrfache MVP der deutschen Bundesliga spielt seit seiner Rückkehr in die Innerschweiz seit diesem Jahr überaus erfolgreich für den HC Kriens-Luzern. Er erzielte unter dem Applaus der anwesenden Gäste symbolisch das erste Tor in der zukünftigen Arena. Wenn einer weiss, welche Bedeutung eine Arena für die Entwicklung eines Clubs und eines Sportes hat, dann ist es er. Er spielte in den grössten Arenen Europa auf allerhöchstem Level mit, gilt als bescheidende Leaderfigur und überragendes Vorbild gleichzeitig und wurde bei seiner Rückkehr in die Heimat nicht vergebens mit dem Titel «Roger Federer des Ballsports» geadelt. Er wird die kommenden Jahre als Botschaft der Arena unterwegs sein. Ob er beim ersten Spiel in der neuen Arena noch aktiv dabei sein wird, wird dabei erst die Zukunft weisen. Beim Formate eines Andy Schmid ist selbst das nicht auszuschliessen. Der heute 39jährige Luzerner ist nach wie vor topfit.
Hallen-Eröffnung 2025
Der Abschluss der Bauarbeiten für die Halle ist für Herbst 2025 geplant. Im Jahr 2026 werden dann die Wohnungen im 114 Meter hohen «Pilatustower» und im Wohnhaus am Mattenhofkreisel bezugsbereit sein.