Mehr Sicherheit und weniger Lärm in Quartieren
Noch in diesem Frühling soll auf der nördlichen Gemeindehausstrasse in Kriens Tempo 30 eingeführt werden, wie es das Gesamtverkehrskonzept vorsieht. Rückmeldungen aus der Bevölkerung sollen dann zeigen, ob die angestrebten Ziele – weniger Lärm, mehr Sicherheit – auch tatsächlich erreicht werden, bevor im gesamten Gebiet der Bergstrasse die geplante Tempo30-Zone eingeführt wird.
Die Gemeindehaus- und Bergstrasse sind eine wichtige Verbindungsachse in die Krienser Quartiere am Sonnenberg. Mit ihrem Gefälle auf der Bergstrasse stellt dieser Strassenzug verkehrsplanerisch eine ganz besondere Herausforderung dar. Dies wurde bereits im Gesamtverkehrskonzept Kriens (GVKK) erkannt. Dieses schlug zur Steigerung der Sicherheit und zur Reduktion der Lärmbelastung für die Quartierbevölkerung auch an dieser Stelle eine Tempo30-Zone vor.
Erfahrungen damit gibt es genug. Allein in Kriens sind bereits heute rund 50% der Quartierstrassen mit Tempo30 befahrbar. Tempo-30-Zonen tragen in Quartieren viel zur erhöhten Sicherheit bei – für Radfahrende genauso wie auch für Fussgängerinnen und Fussgänger. Gleichzeit wird die Wohn- und Aufenthaltsqualität durch die reduzierten Lärm- und Abgasemissionen erhöht.
Gemeindehausstrasse wird zur Tempo-30-Zone
Die Stadt Kriens setzt jetzt die Umsetzung der im GVKK vorgesehenen Massnahmen fort. Eine davon ist die Einführung einer Tempo30-Zone für die Gemeindehaus- und Bergstrasse. In einem ersten Schritt soll noch in diesem Frühling auf dem nördlichen Abschnitt der Gemeindehausstrasse zwischen Schachenstrasse und anfang Bergstrasse eine Tempo30-Zone signalisiert werden. Die Stadt Kriens hat die entsprechenden Massnahmen (Signalisation und bauliche Massnahmen) in Absprache mit der lokalen Quartierbevölkerung ausgearbeitet und diese beim Kanton Luzern zur Prüfung eingereicht.
Anschliessend soll beurteilt werden, ob die gewünschten Effekte (mehr Sicherheit, ruhigerer Verkehr, weniger Lärm) auch effektiv eintreten. Und es soll geklärt werden, ob die gewählten Massnahmen wirkungsvoll genug sind. Dabei ist nicht nur die Meinung der Verkehrsplaner gefragt. Ganz entscheidend soll auch die Meinung der Direktbetroffenen erhoben werden. Die Rückmeldungen fliessen dann ein in die Umsetzung der in zwei Schritten geplanten Einführung einer durchgehenden Tempo30-Zone auf der ganzen Bergstrasse. Dazu sieht das GVKK in weiteren Quartieren von Kriens Tempo30-Zonen vor.
Digitale Plattform
Aktuell läuft die Prüfung des vorgeschlagenen Massnahmenpakets für die erste Etappe der Einführung an der Gemeindehausstrasse bei den kantonalen Stellen. Die vorgesehenen Massnahmen können von Interessierten bereits jetzt kommentiert werden. Weitere Rückmeldungen sind nach der Einführung der Tempo30-Zone auf der Gemeindehausstrasse möglich. Die Rückmeldungen fliessen ein in die nächsten Schritte der Umsetzung auf der Bergstrasse, aber auch in die Umsetzung anderer Verkehrsprojekte. Die Stadt Kriens setzt dazu erstmals auf eine digitale Plattform. Wer sich auf mitreden-kriens.ch einmalig anmeldet, kann sich am Gesamtprozess mit Rückmeldungen beteiligen.
Fussgängerstreifen bleibt
Nach der kantonalen Prüfung werden auf der Gemeindehausstrasse die nötigen Massnahmen für eine Tempo30-Signalisation in Angriff genommen. Die Stadt Kriens hat dabei nicht zuletzt auch aufgrund von Rückmeldungen aus dem Quartier eine Ausnahme erwirkt: Um der exponierten Lage einiger Strassenquerungen als Teil von Schulwegen von Kindern gerecht zu werden, bleiben die heutigen Fussgängerstreifen bestehen. Auch alle Signalisationen «Schule» bleiben erhalten – das Schulhaus «Bleiche» wird vom Kanton Luzern weiterhin als Schulhaus genutzt.