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Testplanungs-Ergebnisse im Januar als Ausstellung

Wie kann das Gebiet des offen geführten Teilstücks der Autobahn A2 zwischen dem Tunnel Schlund und dem Tunnel Sonnenberg stadträumlich aufgewertet werden? Dieser Frage widmeten sich drei interdisziplinäre Bearbeitungsteams im Rahmen eines Testplanungsverfahrens. Die Ergebnisse werden vom 12. bis 26. Januar im Bell Areal in einer öffentlichen Ausstellung gezeigt. Interessierte können sich ab sofort für eine Führung durch die Ausstellung anmelden.

Die Ergebnisse des Testplanungs-Verfahrens werden am 12. Januar 2024 mit dem Schlussbericht offiziell vorgestellt. Die Überlegungen und Projektideen der drei Teams sind vom 12. bis 26. Januar 2024 in einer öffentlichen Ausstellung zu besichtigen. Die Ausstellung wird auf dem Bell-Areal (Halle E) aufgebaut und kann auf einem rund einstündigen, geführten Rundgang besucht werden. Die Erklärungen von Fachpersonen dienen dazu, das Verfahren zu erläutern und die Erkenntnisse zu verstehen.

Aus organisatorischen Gründen ist eine Online-Anmeldung via Website der Stadt Kriens (kriens.ch/testplanung) nötig. Es stehen verschiedene Zeitfenster zur Verfügung. Pro Rundgang sind 20 Teilnehmende möglich. Gruppen über fünf Personen können in Absprache mit der Verfahrensleitung auch zusätzliche Termine vereinbaren. Anmeldungen sind ab sofort möglich.

Die Vorgeschichte

Der Bund plant zur Verbesserung der Nord-/Süd-Autoverbindung und zur Entlastung der Stadt Luzern eine Erweiterung des Autobahnnetzes. Kernelement sind zwei zusätzliche Tunnelröhren durch den Sonnenberg, die vor allem für den Transitverkehr vorgesehen sind. Dieser «Bypass» soll das Nadelöhr auf der wichtigen europäischen Nord-/Süd-Verbindung beseitigen. Dem heutigen Autobahnnetz soll nach dem Bau des Bypass vor allem die Rolle als «Stadtautobahn» für den regionalen Verkehr zukommen. Das Bypass-Autobahnprojekt soll zusammen mit dem Durchgangsbahnhof Luzern wichtige Antworten geben auf zentrale Mobilitätsfragen im Kanton Luzern.

Die Stadt Kriens hat wie Luzern und andere Interessierte auch von ihren rechtlichen Möglichkeiten Gebrauch gemacht und hat im Auftrag des Krienser Einwohnerrates gegen das Plangenehmigungsverfahren eine Beschwerde eingereicht. Sie stellt sich darin nicht grundsätzlich gegen den Bau des Bypasses, fordert aber mehr Schutzmassnahmen für die Bevölkerung in den angrenzenden Quartieren. Insbesondere forderte die Stadt Kriens, dass der offen geführte Abschnitt der Autobahn stadträumlich aufgewertet werden solle. Die Beschwerde ist hängig.

Gemeinsame Lösungssuche

Im Umfeld der Beschwerde vermittelte der Kanton Gespräche zwischen dem Bundesamt für Strasse ASTRA, dem regionalen Entwicklungsträger LuzernPlus und der Stadt Kriens. Die Parteien einigten sich dabei, im Rahmen eines Testplanungsverfahrens Ideen für die Stadtreparatur zu entwickeln. Fachleute in drei interdisziplinären Teams (Stadtplanerinnen, Raumplaner, Landschaftsplaner und Soziologinnen) arbeiteten ein Jahr lang an der Frage, wie die Autobahn in Kriens siedlungsverträglicher gestaltet werden könnte.

Konstruktiver Dialog

Inzwischen haben die Teams ihre Arbeiten mit dem Feedback der Besucherinnen und Besuchern (siehe Bericht zum Blick in die Werkstatt) vertieft und die Ideen zur stadträumlichen Aufwertung weiterentwickelt. «Ich kann den Besuch der Ausstellung allen Interessierten ans Herz legen», sagt Stadtpräsidentin Christine Kaufmann-Wolf. Ohne dass sie Inhalte der Ausstellung oder des Schlussberichtes vorwegnimmt, sagt sie: «Die Testplanung hat alle vier Projektpartner in den konstruktiven Dialog gebracht. Und sie hat wertvolle Erkenntnisse gebracht, wie das Ziel einer stadträumlichen Aufwertung erreicht werden könnte.» Fertige Lösungen seien noch nicht dabei, sagt Christine Kaufmann-Wolf. «Das war auch nicht die Aufgabe der Testplanung. Es wird jetzt Aufgabe der Projektpartner sein, mit den aus der Testplanung gewonnen Erkenntnissen konkrete und verbindliche Lösungen zu entwickeln und diese der Politik vorzulegen.»

Alle Informationen und Online-Anmeldung zu einer der Führungen:

Kriens.ch/testplanung

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