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Verkürzte Osterferien ermöglichen Sanierung des Amlehn-Schulhauses

Man muss manchmal kreativ und flexibel sein, um sinnvolle Lösungen zu erreichen. Das zeigen die Volksschule Kriens und die Immobiliendienste der Stadt Kriens. Um die Sanierung des Schulhauses in den Sommerferien durchführen zu können, werden die Sommerferien verlängert. Die wegfallende Schulzeit wird aber kompensiert – erstmals jetzt in der zweiten Osterferien-Woche.

Im Schulhaus Roggern in Kriens ist die Sanierung der Schulräume nach dem Fund von Naphtalin-Spuren inzwischen fertig saniert. Bei der Sanierung wurde die Ursache für die Naphtalin-Funde – ein teerhaltiger Teil des Unterbodens – entfernt. Weil die Stadt schon damals in baugleichen Schulhäusern ebenfalls Naphtalin-Spuren vermutete, wurden weitere Schulhäuser untersucht.

Im Amlehnschulhaus wurden im Zuge dieser Messungen ebenfalls Luftwerte gemessen, die Massnahmen erforderten. Als Sofortmassnahmen wurden Lüftungspläne eingeführt. Zusätzlich wurden Luftreinigungsgeräte aufgestellt. Die Kombination dieser Massnahmen führte zu einer deutlichen Absenkung der Werte unter die von der Welt-Gesundheitsorganisation (WHO) empfohlenen Richtwerte. Nun geht die Stadt Kriens an die nachhaltige Sanierung des Amlehnschulhauses – und setzt dabei auf die inzwischen gesammelten Erfahrungswerte aus dem Roggernschulhaus.

Kleine Sanierung

Im Amlehnschulhaus werden deshalb in den Sommerferien alle Schulzimmer komplett geräumt und die Böden, teilweise auch Wände von Materialien befreit, die für zu hohe Naphtalin-Werte sorgen. Weil damit ohnehin grössere Räumarbeiten verbunden sind, werden im Schulhaus weitere, kleine Sanierungsarbeiten durchgeführt. Ersetzt wird die Beleuchtung durch eine energiesparende LED-Beleuchtung. Viele Wandschränke, die noch aus der Zeit des Schulhausbaus im Jahre 1968 stammen, werden ebenfalls ersetzt. Das macht Sinn, müssen doch die alten Wandschränke für die Naphtalin-Sanierung ohnehin demontiert und entfernt werden. Insgesamt entstehen Kosten von 2.1 Mio. Franken

Längere Sommerferien

Weil die Arbeiten an den Böden sehr lärmintensiv sind, können diese nicht während der Unterrichtszeit erledigt werden. Die Arbeiten im Amlehnschulhaus beginnen Mitte Juni und werden aktuell minutiös geplant. Der Terminplan des Umbaus sieht vor, dass die Arbeiten eine Woche vor Schulbeginn im August wieder bezusgbereit sind. Weil für die anstehenden Arbeiten aber sechs Wochen Schulferien nicht ausreichen, beginnen die Bauarbeiten im Schulhaus zwei Wochen vor dem offiziellen Start der Sommerferien.

Keine zusätzlichen Ferienwochen

Zwei Wochen mehr Sommerferien also? Was für viele Schulkinder nach einem Märchen tönt, ist aber in Wirklichkeit keines. Denn die zwei Wochen Bauzeit, die vor den Sommerferien stattfinden, werden kompensiert. Die letzte Schulwoche wird jetzt in den Osterferien vorgeholt. Während andere Krienser Kinder die zweite Woche Osterferien geniessen, absolvieren die Lernenden im Amlehnschulhaus eine normale Schulwoche. Die zweite Woche wird kompensiert, indem der Unterricht für die Klassen des Amlehn-Schulhauses in der offiziell zweitletzten Schulwoche projektbezogen ausserhalb des Schulhauses stattfindet.

Möglich macht dies die Flexibilität von Lehrpersonen, Kindern und Eltern. Diese waren frühzeitig informiert worden. Sie boten Hand zur achtwöchigen Sanierungslösung im Sommer – weil ihnen eine schadstoffsanierte Schulanlage wichtig war.

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