News

Die Sonnenbergbahn ging «auf Reisen»

Die Sonnenbergbahn geht in Revision - per Lastwagen. (Fotos: Hardy Konzelmann, Obernau)

Am Dienstag verschwand ein Krienser Wahrzeichen aus dem Ortsbild - zumindest vorübergehend: Die Sonnenbergbahn. Hinter der spektakulären Aktion stehen die notwenigen Renovationsarbeiten an der Bahn, die letztlich der Sicherheit der Fahrgäste dienen. Im Frühling werden beide Kabinen rechtzeitig aus dem Winterquartier zurück sein.

Die beiden Bahnwagen wurden mit einem Kran von den Gleisen gehoben worden. Sie werden in den Kanton Bern in ein Werk der Garaventa transportiert. Im Rahmen der Revision wird das Fahrwerk der beiden Wagen vom Holzaufbau der Kabine getrennt und anschliessend komplett zerlegt. Die Sonnenbergbahn ist über 115 Jahre alt. Bei solch «antiken Anlagen» sind die Arbeiten sehr «zeitintensiv», weil allfällig defekte Teile meist als Spezialanfertigungen nachgebaut werden müssten.

Vorgesehen ist, dass die Wagen Mitte Februar wieder auf das Gleis gesetzt werden. Am 6. April startet dann die neue Saison. Die Revision kostet die Sonnenbergbahn rund 90'000 bis 100'000 Franken, hinzu kann allenfalls noch Unvorhergesehenes kommen. «Das ist ein grosser Betrag für uns», sagt Bruno Peter, Präsident des Verwaltungsrates der Sonnenbergbahn AG. Man habe darum in den letzten Jahren Rückstellungen gemacht. Weiter übernimmt die Denkmalpflege gemäss Peter rund 20 Prozent der Kosten, da die Bahn unter Denkmalschutz steht.

Neben der Untergestell-Revision sind zudem weitere Unterhaltsarbeiten im Gange. Bis Ende Jahr werde man nochmals rund 30'000 Franken investieren, um Schwellen auf dem Bahntrassee zu ersetzen. Um Kosten zu sparen, arbeitet die Sonnenbergbahn dafür mit Lehrlingen der Firma Vanoli zusammen.