Das Stadtparlament genehmigt den Sonderkredit für den Grabenhof-Park und den Richtplan Verkehr
Das Stadtparlament Kriens genehmigt an seiner Sitzung den Sonderkredit für den Grabenhof-Park in der Höhe von 6,33 Mio. Franken. Die Stadt Kriens nimmt somit aktiv Einfluss auf die Wohn- und Arbeitsqualität in LuzernSüd und verfolgt die Leitziele aus dem Stadtentwicklungskonzept Kriens 2045.
Sonderkredit für den Grabenhof-Park
Der südliche Teil von Kriens rund um den Mattenhof hat sich in den letzten Jahren stark entwickelt. Wohnraum wurde realisiert und Arbeitsplätze konnten geschaffen werden. Die Entwicklung des Gebiets ist jedoch noch nicht abgeschlossen: Nun soll das Areal Grabenhof Frei- und Grünraum für Erholung, Bewegung und Freizeit schaffen.
Öffentliche Freiräume spielen eine zentrale Rolle für die Lebensqualität in Kriens und übernehmen zahlreiche Funktionen. Gut geplante und umgesetzte Freiräume mit hoher Aufenthaltsqualität fördern den Austausch in der Bevölkerung, laden zum Bewegen und Erholen ein und können einen Beitrag zur Begrünung, Biodiversität, Klimaadaption und Sicherheit leisten.
In der Volksabstimmung zur Pilatus Arena im Jahr 2020 wurde dem Krienser Stimmvolk die Realisierung einer Freizeitanlage auf dem Grabenhof-Areal zugesichert. Mit der Motion «Piras» aus dem Jahr 2023 wurde der Auftrag an den Stadtrat politisch unterstrichen und eine zeitnahe Realisierung gefordert. Für die Realisierung des aus dem Projektwettbewerbsverfahren hervorgegangenen Siegerprojekts «LUCUS» beantragte der Stadtrat dem Stadtparlament nun einen Sonderkredit.
Der Grabenhof-Park erstreckt sich über 22'000 m2 und wird durch den Bogenweg – einem Weg für Velofahrende sowie Fussgängerinnen und Fussgänger – erschlossen. Im Siegerprojekt LUCUS werden die verschiedensten Bedürfnisse aller Generationen an den Freiraum vereint: Naturerholung für den Menschen, einen Lebensraum für Flora und Fauna und einen klimaökologischen Pufferraum mit Potentialfläche für künftige Entwicklungen.
Realisierung geplant bis Frühling 2029
Die Realisierung der zwei städtischen Projekte Bogenweg und Grabenhof-Park und des kantonalen Hochwasserschutz- und Renaturierungsprojekts erfolgt in enger Abstimmung. Damit sollen Projektsynergien genutzt werden. Gemäss aktuellem Planungsstand wird davon ausgegangen, dass das bewilligungsreife Bauprojekt des Grabenhof-Parks im Frühjahr 2027 vorliegt. Das Projekt Bogenweg wurde bereits öffentlich aufgelegt. Eine Eröffnung des Parks, beziehungsweise Teile davon, ist mit der Fertigstellung des Bogenwegs voraussichtlich im Frühling 2029 möglich.
Das Stadtparlament hat den Sonderkredit Grabenhof-Park in der Höhe von 6,33 Mio. Franken mit 22 Ja-, 4 Nein-Stimmen und 0 Enthaltungen genehmigt. Gleichzeitig wurden drei Bemerkungsanträge zur barrierefreien und inklusiven Gestaltung des Spielplatzes, der Partizipation mit den Nutzergruppen und der Pflanzung von Geburtsbäumen an den Stadtrat überwiesen.
Richtplan Verkehr
Das starke Bevölkerungswachstum und das damit einhergehende stetig wachsende Verkehrsaufkommen stellt die Mobilität der Stadt Kriens vor grosse Herausforderungen. Mit dem Verkehrsrichtplan, welcher in die laufende Ortsplanungsrevision eingebunden ist, wird die Grundlage für die zukünftige Verkehrs- und Mobilitätsabwicklung von Kriens geschaffen. Ziel ist es, die Mobilität effizient und nachhaltig zu fördern und lenken, die Lebensqualität zu verbessern und gleichzeitig den Verkehrsraum sicher und umweltfreundlich zu gestalten. Der kommunale Richtplan Verkehr der Stadt Kriens besteht aus den Massnahmen (Richtplantext) und Richtplankarten. Die Richtplankarten wurden thematisch in folgende Teilpläne unterteilt: Fussverkehr, Veloverkehr, Öffentlicher Verkehr, Motorisierter Individualverkehr, Logistik und Güterverkehr. Insgesamt sind 105 Massnahmen erarbeitet worden.
Ein zentrales Element des Verkehrsrichtplans ist der Ausbau eines durchgehenden, sicheren und komfortablen Velowegnetzes. Des Weiteren hat das Temporegime einen grossen Einfluss auf den Verkehrsfluss, die Verkehrssicherheit und die Lärmbelastung und damit auch auf die Lebensqualität. Die flächendeckende Einführung von Tempo 30 in den Quartieren stellt daher eine weitere Massnahme zur Verbesserung der Verkehrssicherheit und Reduktion der Lärmemissionen dar. Im Stadtkern werden unterirdisch öffentliche Parkierungsanlagen geprüft, um diese Zone zu entlasten.
Nach intensiven Diskussionen genehmigte das Stadtparlament mit 15-Ja, 11-Nein und 1 Enthaltung den Richtplan Verkehr, bestehend aus dem Bericht und den Ziel- und Massnahmenplänen. Dabei wurden zahlreichen Änderungsanträge genehmigt sowie ein Bemerkungsantrag an den Stadtrat überwiesen. Der Richtplan Verkehr wird dem Regierungsrat zur Genehmigung vorgelegt.