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«Ein erster, aber ein sehr wichtiger erster Schritt!»

Wie schätzt die Stadt Kriens die Unterzeichnung einer gemeinsamen Absichtserklärung ein? Stadtpräsidentin Christine Kaufmann-Wolf ordnet ein.

Welche Bedeutung hat die Unterzeichnung dieser Absichtserklärung?

«Es ist für Kriens sicher ein Meilenstein. Es war ein sehr wichtiger Moment für uns, als wir die Unterschriften auf das Dokument setzen konnten. Denn es war das Ergebnis von sehr langen Gesprächen und zähen Verhandlungen. »

Aber gelöst ist das Problem ja noch nicht.

«Das hat auch niemand erwartet. Viel wichtiger ist, dass unsere Anliegen zum Schutz der Bevölkerung vor Lärm, Mehrverkehr und weiteren Immissionen gehört wurden. Alle Beteiligten haben mit der Unterzeichnung des Dokumentes ihren Willen bekräftigt, hier für eine Verbesserung des Projektes zu sorgen. Insofern wurden die Anliegen der Menschen hier, der Politik und der Stadt Kriens ernst genommen und gehört. Dafür sind wir allen dankbar. Allen Mitunterzeichnenden, aber auch der Stadt Luzern, die sich hinter uns gestellt hat. Und dem Kanton Luzern, dem hier eine wichtige Rolle als Vermittlerin zukam. Es war also zwar erst ein erster, dafür aber ein sehr wichtiger erster Schritt! Der erste Schritt aufeinander zu.»

Zieht Kriens jetzt die Einsprache zurück?

«Wir haben immer von zwei Aktionsfeldern gesprochen: Der juristische Weg - und den Dialog. Nun haben wir auf dem Weg des direkten Dialogs eine Grundlage gelegt, um tragfähige und verbindliche Lösungen zu entwickeln. Trotzdem lassen wir die Einsprache auf der juristischen Ebene natürlich stehen. Dieses demokratische Recht würde uns absichern, falls wir auf anderen Wegen keine einvernehmliche Lösung finden sollten. Ich bin aber zuversichtlich, dass wir eine für alle Seiten tragbare Lösung finden werden.»

Was passiert jetzt als Nächstes?

«Wir setzen uns mit allen Beteiligten an einen Tisch. In einem Testplanungs-Verfahren entwickeln wir jetzt Lösungen dafür, was es bedeuten wird, wenn die heute noch offen geplante Autobahn eingehaust, also quasi ‘eingepackt’ würde. Dabei wird geprüft, was das für Planung, Bau und Unterhalt bedeuten würde. Das Testplanungs-Verfahren scheint uns da ein erfolgsversprechender Weg zu sein.»

In er Vereinbarung steht, dass, vom Tunnel Schlund her die Überdachung zu verlängern. Das heisst: Der Grosshof bleibt, wie er ist?

«Grundsätzlich gehen wir alle ergebnisoffen in diesen Prozess. Es scheint mir wichtig, dass wir die Vergangenheit hinter uns lassen und nach vorne schauen. Dabei ist die verlängerte Überdachung der Grosshof-Brücken absolut in unserem Sinne und heute fester Projektbestandteil.»

Sobald Geld ins Spiel kommt, kann Kriens dann nicht mehr mithalten. Was dann?

«Auch hier: Schauen wir nach vorne und suchen wir dann nach Lösungen, wenn das Problem genau umschrieben ist. Auch wir sind uns bewusst, dass alle Seiten flexibel sein müssen. Aber es ist halt schon so: Kriens will die zusätzliche Autobahn ja nicht für sich. Aber wir sind weiterhin bereit, die Rolle als Standortgemeinde des Sonnenberg-Südportals einzunehmen und einen Beitrag zu leisten an ein stabiles Verkehrssystem auf der Transitachse und in der Region. Wie weit Kriens für den Bau eines solchen Verkehrsprojektes auch finanziell hinstehen muss, wird man sicher noch diskutieren müssen. Aber wenn wir in Kriens eine Stadtreparatur hinbekommen, dann wäre das eine Investition in die Zukunft und die Lebensqualität unserer Stadt.»

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