Kriens investiert in moderne Pflegeinfrastruktur – Bevölkerung sagt deutlich Ja
Die Heime Kriens AG können ihre Pflegeinfrastruktur erneuern. Die Stimmbevölkerung von Kriens hat an der Urne dem Sonderkredit klar zugestimmt. In den nächsten Jahren werden umfangreiche Investitionen in das neue Lebens- und Begegnungszentrum Grossfeld sowie in die bestehenden Zentren getätigt. Mit diesem Schritt sichert die Stadt Kriens die notwendige Pflegeinfrastruktur für die Zukunft.
Mit 7441 Ja-Stimmen (87.7 Prozent) gegenüber 1044 Nein-Stimmen (12.3 Prozent) bei einer Stimmbeteiligung von 44.98 Prozent haben die Stimmberechtigten der Stadt Kriens einem Sonderkredit von 85 Millionen Franken für die Erneuerung der Pflege- und Betreuungsinfrastruktur in der Stadt Kriens deutlich zugestimmt. Das bestehende Altersheim Grossfeld, 1968 eröffnet, weist grosse bauliche Mängel auf. Ein Neubau ist deshalb notwendig. Auch die Pflegeeinrichtungen Zunacher 1 und 2 sowie Kleinfeld müssen in den nächsten Jahren saniert werden. Die Zustimmung der Bevölkerung ermöglicht die Umsetzung dieser Bauprojekte in den kommenden Jahren.
Die Heime Kriens AG ist eine gemeinnützige Aktiengesellschaft im Besitz der Stadt Kriens. Die baulichen Massnahmen sind notwendig, um den gesetzlichen Versorgungsauftrag der Stadt Kriens Kriens mit insgesamt 314 bewilligten Pflegeplätzen sicherzustellen. Das Ziel ist es, auch in Zukunft eine bedarfsgerechte Pflege und Betreuung betagter Menschen in Kriens zu ermöglichen. Mit dem Neubau des Alters- und Pflegeheims Grossfeld und der Sanierung der bestehenden Häuser werden die notwendigen Strukturen geschaffen.
Erfreut über das klare Ergebnis
Der Sozialvorsteher der Stadt Kriens, Cla Büchi, zeigt sich erfreut über das klare Ergebnis: «Dass die Bevölkerung der Stadt Kriens den Bau des Neubaus des Alters- und Pflegeheims Grossfeld und der Sanierung der bestehenden Häuser so deutlich unterstützt, ist ein Vertrauensbeweis für die Politik des Stadtrats. Durch die sorgfältige Planung und ein austariertes Finanzierungsmodell ist es uns gelungen, den Mehrwert dieses Vorhabens für die Stadt Kriens und die Bevölkerung aufzuzeigen.» Mit einem Mix von klassischen Pflegezimmern, Pflegestudios, Pflegewohnungen und altersgerechten Wohnungen wird gleichzeitig auf die veränderten Bedürfnisse der älteren Bevölkerung reagiert. «Der Neubau des Pflegezentrums Grossfelds ist ein Generationenprojekt für ganz Kriens», erklärt Stadtrat Cla Büchi weiter. Auf dem Areal werden zusätzlich Schulräume, ein öffentliches Restaurant und ein Park realisiert. In Prüfung ist zudem eine Arztpraxis.
Der Sonderkredit in der Höhe von 85 Mio. Franken war notwendig, um der Heime Kriens AG eine bedarfsgerechte Weiterentwicklung ihrer Angebote zu ermöglichen. «Wir freuen uns über die klare Unterstützung der Krienser Bevölkerung. Dies ermöglicht es uns, neben ambulanten Angeboten auch qualitativ gute Pflegeplätze in einer zeitgemässen Infrastruktur zu schaffen», erklärt Peter Arnold, Verwaltungsratspräsident der Heime Kriens AG. Mit dem neuen Grossfeld soll in Ergänzung zur Hofmatt ein generationenübergreifender Begegnungsort im Herzen von Kriens entstehen. Neben vielfältigen Angeboten des täglichen Lebens und einem einladenden Aussenraum, zeichnet sich der Standort durch die unmittelbare Nähe zum Zentrum aus.
Baubeginn im Herbst 2026 geplant
Das gesamte Investitionsvolumen für die Bauprojekt beläuft sich auf rund 95 Mio. Franken. 10 Mio. Franken bringen die Heime Kriens AG als Eigenmittel ein. Für den nun bewilligten Sonderkredit steuert die Stadt Kriens 45 Mio. Franken in Form einer Aktienkapitalerhöhung (15 Mio. Franken), einem Darlehen (10 Mio. Franken) und einem Investitionsbeitrag (20 Mio. Franken) bei. 40 Mio. Franken müssen die Heime bei Banken aufnehmen. Dank dieser ausgewogenen Finanzierungslösung bleibt der Aufenthalt in den Krienser Heimen für Krienserinnen und Krienser bezahlbar.
Der Baubeginn für das Pflegezentrum Grossfeld ist im Herbst 2026 geplant. Im Gartenbereich des heutigen Altersheims entsteht bis Mitte 2028 ein neues Wohnhaus mit 2.5-Zimmerwohnungen für ältere Menschen. Dieses Gebäude wird in einer Übergangszeit die Bewohnenden des bestehenden Grossfelds aufnehmen, bevor dieses rückgebaut und durch das neue Pflegezentrum ersetzt wird. Dieses soll Anfangs 2031 bezugsbereit sein. Im Sommer desselben Jahres kann auch das Wohnhaus regulär bezogen werden. Im neuen Grossfeld werden etwa 100 bis 130 Personen wohnen. Die künftigen Bewohnenden werden unter verschiedenen Wohn- und Betreuungsangeboten wählen können und eine zeitgemässe Infrastruktur zur Verfügung haben. Letzteres gilt ebenso für das Betreuungs- und Pflegepersonal.