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Im alten Gemeindehaus von Kriens kehrt wieder Leben ein

In den vergangenen Monaten wurde das alte Gemeindehaus von Kriens umgebaut. Die Genossenschaft GWAK hat acht darin auf vier Etagen acht altersgerechte Wohnungen erstellt. Dies ist ein Teil der Altersstrategie der Stadt Kriens. Am 17. Mai findet ein Tag der offenen Türe statt.

Die im Jahr 1912 gebaute Liegenschaft Schachenstrasse 13 gilt als das älteste noch erhaltene Gemeinde­haus im Kanton Luzern. Das Gebäude wurde vom Luzerner Architekten Emil Vogt mit Dächern und Fens­tern bewusst in Anlehnung an ein Bauernhaus erbaut und soll der einst landwirtschaftlichen Szenerie an diesem Ort die Referenz erweisen. Zuerst war das Gebäude Gemeindehaus, Gerichtsgebäude mit Arrest­zellen im Keller und einer Wohnung für den Gemeindeweibel im Dachgeschoss. Später diente es bis 2019 ausschliesslich der Krienser Gemeindeverwaltung. In diesem Jahr wurde die Verwaltung im neuen Stadthaus zusammengezogen. Seitdem stand das Gemeindehaus leer.

Verkauf und der Umnutzung in altersgerechte Wohnungen
Erste Versuche, das Haus als Bürogebäude zu vermieten scheiterten. So kam die Stadt Kriens mit der Ge­nossenschaft «Wohnen im Alter in Kriens» (GWAK) zusammen und man einigte sich rasch, dass die Ge­nossenschaft, welche schon Eigentümerin der Nachbarsliegenschaft Lindenpark ist, das alte Gemeinde­haus im Baurecht übernehmen kann. Nach zwei Anläufen hat der Krienser Einwohnerrat dem Verkauf und der Umnutzung in altersgerechte Wohnungen zugestimmt. Im Juli 2023 wurde der Baurechtsvertrag für eine Dauer von 92 Jahren abgeschlossen.

Nach Eintritt der Rechtskraft des Baurechtsvertrages hat die GWAK sofort die Planungsarbeiten für die Umnutzung des Gemeindehauses aufgenommen. Dabei musste man mit Fingerspitzengefühl ans Werk ge­hen, da das Gebäude denkmalgeschützt ist. Mit dem Architekten Christian Delb hat man eine Person ge­funden, welche die notwendige Sensibilität dafür hat. Seit Mitte 2024 wird nun das Gebäude umgebaut. Aus den ehemaligen Kanzleiräumen entstehen nun acht Wohnungen (zwei 2 ½-, vier 3 ½- und zwei 4 ½-Zimmerwohnungen) auf vier Etagen. Im Untergeschoss wurde zusätzlich ein Atelier geschaffen. Bei der Sanierung wurde darauf geachtet, möglichst viele Elemente, wie Treppenaufgang, Bodenbeläge, Lamb­rien, Heizkörper, Storen, etc.) aus der Bauzeit zu erhalten. 

Gemeinderatsaal wird zum Gemeinschaftsraum
Der ehrwürdige alte Gemeinderatsaal, in dem unzählige Krienserinnen und Krienser vermählt wurden, wird in seiner bisherigen Ausstattung erhalten blei­ben. Dieser Raum kann künftig als Gemeinschaftsraum von den Mieterinnen und Mieter genutzt werden. Ebenfalls wird die Gemeindehausuhr im Dachgiebel auf der Südseite, welche aus nicht geklärten Gründen zum Stehen kam, wieder zum Laufen gebracht. Am äusseren Erscheinungsbild vom Alten Gemeindehaus ändert aus denkmalpflegerischen Gründen nichts. Hier ist auch kein Handlungsbedarf vorhanden, da die Gebäudehülle in gutem Zustand ist.

Bevor das Gebäude den Mietern übergeben wird, kann nun das alte Gemeindehaus nochmals von der Krienser Stadtbevölkerung besichtigt werden. Am 17. Mai 2025 findet zwischen 11 Uhr und 16 Uhr ein Tag der offenen Tür statt. Dabei können die acht erstellen Wohnungen, der Gemeinderatssaal, die ehemaligen Arrestzellen und Schatzkammer von Kriens besichtigt werden. An der Begehung gibt es einige Informationen über die Geschichte des Alten Gemeindehauses. Mit etwas Wettbewerbs-Glück kann man auch einen Preis gewinnen. Auf dem Alex-Wili-Platz oder bei schlechtem Wetter im Gallusheim gibt es schliesslich noch ein Wurst-/Getränkestand. Der Vorstand der GWAK freut sich auf eine rege Teilnahme.

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