Förderpreis Kultur für Krienser Kurzfilmer
Der Krienser Förderpreis für Kunst und Kultur geht dieses Jahr an Riu (Christian Riuji) Lohri. Als selbstständiger Filmschaffender liess er auch schon Kriens an verschiedenen Kurzfilmfestivals aufleuchten.
Der 1977 geborene Filmschaffende hat schweizerisch-japanische Wurzeln. Er studierte in der Schweiz und Holland Umweltwissenschaften (MSc) mit Schwerpunkt Abfallwirtschaft. Von 2012 bis 2017 war er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Institut Eawag für angewandte Forschungen im Bereich des Abfallmanagements in Afrika und Asien tätig. Seit 2017 – wieder zurück in Kriens – ist er selbstständiger Filmschaffender: In Videoproduktionen (Konzeption, Dreh, Schnitt) setzt er sich mit aktuellen, gesellschaftspolitischen Themen auseinander. Seine Arbeiten sind aussagekräftig, sein Schaffen ist sehr breit: Angefangen mit Experimentalfilmen produziert Lohri heute Kurzdokumentationen, Promo- und Erklär-Videos, Musikclips und vieles mehr. Mit seinen Kurzfilmen gewann er an verschiedenen internationalen Festivals schon mehrere Auszeichnungen.
In seinem Portfolio führt Lohri fünf Arbeiten mit örtlichem Bezug zu Kriens auf; der erste («MORN») aus dem Jahr 2019, ein experimenteller Kurzfilm zum Thema «Schweiz im Jahre 2291», gedreht am Erlenweg in Kriens. Auch die anderen vier Kurzfilme (2020 bis 2023) sind jeweils in Kriens gedreht – ebenso alle ausgezeichnet an Festivals auf der ganzen Welt. Lohri hat auch bereits Ideen, wie er den Förderpreis einsetzen will: für drei Kurzfilme in Kriens, die er mit Krienser Schauspielerinnen und Schauspielern zu realisieren gedenkt.
Die Wahl des Preisträgers erfolgte durch den Stadtrat auf Antrag der Kulturkommission. Der Krienser Förderpreis für Kunst und Kultur in der Höhe von 5000 Franken wird in der Regel alle zwei Jahre verliehen. Die Förderpreisübergabe findet im November 2024 im Rahmen einer öffentlichen Feier statt.