«Hitzetelefon»: Kühlender Rat für Menschen ab 75
Menschen über 75 belasten Hitzewellen besonders. Die Stadt Kriens lanciert deshalb in diesem Sommer zusammen mit Partnerorganisationen das «Hitzetelefon». Menschen ab 75 Jahren erhalten dazu in diesen Tagen einen Brief mit der Einladung, sich für das Angebot anzumelden.
Personen, die sich für das Hitzetelefon angemeldet haben, werden während einer Hitzewelle mit Gefahrenstufe 3 einmal täglich angerufen. Die Gefahrenstufe 3 besteht gemäss Meteo Schweiz, sobald die Tagesmitteltemperatur für mindestens drei aufeinanderfolgende Tage grösser oder gleich 25 Grad beträgt. Eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter des Schweizerischen Roten Kreuzes Kanton Luzern erkundigt sich in diesem Fall telefonisch bei den Personen, ob es ihnen gut geht oder ob sie Unterstützung benötigen. Ist Hilfe notwendig, wird diese vom Team der Spitex Kriens erbracht.
Ältere Menschen besonders gefährdet
Insbesondere für ältere Menschen können Hitzetage zu gesundheitlichen Belastungen führen. Sie schwitzen weniger und das Durstgefühl nimmt ab. Es kann zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen kommen. Hohe Temperaturen lassen zudem die Ozonwerte steigen, was Atemwegsbeschwerden auslösen kann. Der Körper warnt uns mit Symptomen wie beispielsweise hoher Körpertemperatur, erhöhtem Puls, Kopfschmerzen, Durchfall bis hin zu Schwindel, Verwirrtheit oder Bewusstseinsstörungen. Bei Hitzesymptomen ist es wichtig, sofort zu handeln. Trinken, den Körper kühlen und sich hinlegen sind dabei bewährte Mittel.
Die goldenen Regeln bei Hitzetagen
Durch das Befolgen einiger Regeln, kommt man gut durch Hitzetage. Beispielsweise sollte man körperliche Anstrengungen vermeiden und sich möglichst an schattigen Orten aufhalten. Es empfiehlt sich, die Fenster tagsüber zu schliessen und in der Nacht zu lüften. Das Verwenden von leichter Bettwäsche und luftiger Kleidung helfen genauso, wie den Körper mit Duschen zu kühlen. Kalte Tücher auf Stirn und Nacken oder kalte Fuss- und Handbäder schaffen ebenfalls Abhilfe. Essenziell ist, dass man regelmässig trinkt, auch ohne Durstgefühl. Die Empfehlung liegt bei 1,5 Liter pro Tag. Essen sollte man kalte Speisen wie Früchte, Salate, Gemüse oder Milchprodukte. Zu guter Letzt ist darauf zu achten, dass man ausreichend mit Salz versorgt ist, um den Mineralverlust auszugleichen.
Anmeldungen ab sofort möglich
Die KIG - Krienser Infostelle Gesundheit nimmt Anmeldungen für das Hitzetelefon gerne entgegen.
Telefon 041 329 19 90
info@kig-kriens.ch