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Brändi-Unterführung: Sicherheit dank Signalisation und Rücksicht

In der Brändi-Unterführung ist Rücksicht gefragt

In den letzten Tagen wurde bei der Velo- und Fusswegverbindung zwischen dem Brändi und Horw verschiedene zusätzliche Markierungen angebracht. Sie sollen die Nutzung dieser Fuss- und Velowegverbindung kurzfristig sicherer machen. Damit setzt Kriens die ersten Empfehlungen um, welche die Beratungsstelle für Unfallverhütung (BfU) in einer Analyse im Auftrag der Stadt Kriens abgab.

Der Verbindungsweg zwischen Brändi und Horw wird aktuell stärker belastet als normal. Dies ist zurückzuführen auf die aktuell laufenden Bauarbeiten an der Bahn- und Verkehrsinfrastruktur. So wird im Zuge des Ausbaus des ÖV-Angebotes im Bahnhof Mattenhof eine neue Unterführung erstellt, und in der Wegmatt wird auf Horwer Gebiet ebenfalls eine neue Querung des Zentralbahn-Trassees gebaut. Weil parallel dazu zwei andere Niveau-Bahnübergänge im Hinblick auf die anstehenden Fahrplan-Verdichtungen von der Zentralbahn aus Sicherheitsgründen nicht erneuert werden sollen, wurden diese vorerst geschlossen. Ein juristisches Verfahren ist noch hängig. Die Schliessung führt im Moment dazu, dass die Verbindung zwischen Brändi und Horw vermehrt auch von Velos befahren wird.

Die Konzentration des Veloverkehrs auf dieser Achse bringt die Unterführung nun an die Grenzen, da sie vom Querschnitt her die heutigen Normwerte für eine kombinierte Nutzung von Velos und Fussgängern nicht aufweist. Breite und Querschnitt der Unterführung sind für diese temporär hohe Nutzung nicht ideal, die Sicht ist an vielen Stellen beschränkt. Umso mehr, als auch seitliche Zugänge von Fussgängern (etwa Fussgänger vom Bahnhof Mattenhof her) auf den Weg bestehen.

In der bisherigen, ebenfalls bereits gemischten Nutzung wurden zwischen 2014 und 2018 keine Unfälle polizeilich registriert. Die Stadt Kriens ist sich aber der Situation und des vorübergehend erhöhten Gefahrenpotentials bewusst. In Absprache mit der Gemeinde Horw liess sie die Experten der Beratungsstelle für Unfallverhütung (BfU) untersuchen, mit welchen Massnahmen die Unterführung sicherer gestaltet werden könnte.

Anfangs Woche wurden nun die neuen Markierungen angebracht, welche die Zweiradfahrenden auf die erhöhte Gefahrensituation aufmerksam machen. Weitere, kurzfristig umzusetzende Massnahmen (Zurückschneiden der Pflanzen am Wegrand) werden ebenfalls umgesetzt. Sie sollen aus den vorhandenen Möglichkeiten das beste machen und ein Maximum an Sicherheit schaffen.

Weitergehende Massnahmen wie etwa Verkehrshindernisse sollen in Betracht gezogen werden, wenn eine Neubeurteilung der Lage nach drei Monaten deren Notwendigkeit aufzeigt. Die Stadt Kriens bittet Radfahrende gleichzeitig um Rücksicht und vorsichtiges Passieren der Stelle.

Welche Rolle die Brändi-Unterführung in Zukunft einnehmen wird, soll sich zeigen, wenn die Bauarbeiten im Mattenhof und in der Wegmatt abgeschlossen sind.