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Schulraum Kuonimatt: Stadt Kriens lädt zu Dialogveranstaltung

Das Schulhaus Kuonimatt

«Der Quartierbevölkerung zuhören - Fakten auflisten, Zusammenhänge aufzeigen.» Das sind die nächsten Schritte der Stadt Kriens für die Umsetzung der Schulraumplanung Strategie für die südlichen Stadtteile. Am Donnerstag 22. August 2019 lädt Kriens deshalb zu einer Dialogveranstaltung ins Stadthaus Kriens ein.

Kriens will für Schulkinder auch weiterhin kurze und sichere Schulwege sowie eine zeitgemässe Infrastruktur bieten. Alle 2 Jahre wird deshalb die Schulraumplanung durch Planungsspezialisten überarbeitet. Messbare Grössen (zum Beispiel die heutige Zahl der Kinder oder bereits bewilligte Bauprojekte) und mögliche Szenarien der Bevölkerungsentwicklung bilden die Grundlage dafür. Das Planungsinstrument macht Aussagen dazu, wie viel Schulraum in den verschiedenen Schulkreisen und in welchem Schuljahr benötigt wird.

Eine solche Planung existiert auch für die südlichen Gemeindeteile. Dort befindet sich nicht nur das Kuonimatt-Quartier, sondern auch die neu entstehenden und schnell wachsenden Gebiete um den Bahnhof Mattenhof. Die Volksschule Kriens stösst dort heute räumlich an ihre Grenzen. Zwar weisen alle Planungsinstrumente den Bedarf von zusätzlichem Schulraum aus. In der Frage aber, wie dieser Bedarf gedeckt und Schulräume geschaffen werden sollen, gehen die Meinungen auseinander. Bisher scheiterten entsprechende Pläne, gegen die Erweiterung der bestehenden Modulbauten hat sich im Quartier Opposition gebildet. Aktuell arbeitet die Volksschule deshalb unter erschwerten Bedingungen und überbrückt die fehlenden Räume. Spätestens auf Sommer 2020 aber sind Räume für zwei bis drei Klassen zwingend nötig.

Jetzt möchte der Krienser Stadtrat mit der dort lebenden Bevölkerung zum Thema Schulraumplanung den Dialog intensivieren. Er lädt am 22. August 2019 die interessierte Bevölkerung zu einer Dialogveranstaltung ein. Dort sucht der Stadtrat das Gespräch mit der Bevölkerung. Er will zum einen die aktuelle Faktenlage und die bisherige Schulraum-Planung darlegen. Zum anderen aber soll die Quartierbevölkerung an diesem Anlass in moderierten Kleingruppendiskussionen ihre Anliegen, Bedenken und Ideen formulieren können. Diese will der Stadtrat anschliessend in seine Überlegungen einbeziehen und wo möglich in die weitere Planung einfliessen lassen. Die weitere Planung wurde deshalb sowohl für die Modulbauten als auch für die langfristige Weiterentwicklung der Schulanlage Kuonimatt vorerst ausgesetzt.

Ebenfalls im Herbst plant der Stadtrat den Dialog mit den politischen Instanzen. Dort geht es um das weitere Vorgehen in einer Korrektur des Bau- und Zonenreglements. Das Verwaltungsgericht hatte in der Beurteilung einer Einsprache festgestellt, dass die bisherige Rechtsgrundlage, auf die sich der Stadtrat bei Schulhaus-Erweiterungen in Zukunft abstützen wollte, nicht ausreiche. Die heutige Regelung verpflichtet Kriens zur Kompensation jeder zusätzlichen Grundstückfläche, die auf Schulanlagen neu verbaut wird. Einen Ansatz zur Lösung sieht der Stadtrat in der Anpassung des Bau- und Zonenreglements. Sie soll der Stadt Spielraum geben in der nötigen Weiterentwicklung der Schulanlagen. Mit der angestrebten Anpassung will sich der Stadtrat von Kriens auch dazu verpflichten, dass zusätzlich notwendiger Schulraum quartierverträglich realisiert wird, indem auf den Schulanlagen weiterhin wertvolle Aussenräume für Schule und Quartierbewohner entstehen.

Dialogveranstaltung «Schulraum für die Kuonimatt» mit anschliessendem Apéro
Donnerstag, 22. August 2019
19.30 Uhr, Pilatussaal im Stadthaus, Stadtplatz 1


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