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Sonnenbergbahn weiterhin gut auf Kurs

Die historische Bahn auf den Sonnenberg ist weiterhin gut unterwegs. Das geht aus dem jetzt erschienen Jahresbericht der Sonnenbergbahn AG für das Betriebsjahr 2018 hervor. Dank weiterhin rekordhohen Passagierzahlen und einer gesunden Finanzlage war die Bahn in der Lage, zum Ende des Betriebsjahres 2018 einen anstehenden Sanierungsschritt aus eigenen Mitteln zu finanzieren.

Seit 116 Jahren führt die Sonnenbergbahn Passagiere aus dem Krienser Ortszentrum auf den Sonnenberg. Dabei erfreut sich das inzwischen und Denkmalschutz stehende «blaue Bähnli» weiterhin grosser Beliebtheit. 48'749 Passagiere haben die Bähnlimanne im Jahr 2018 befördert – das entspricht eine Steigerung um 5% gegenüber dem Vorjahr. Vorallem aber war dies die dritthöchste Zahl an beförderten Passagieren in den letzten 20 Jahren. Die höheren Fahrgastfrequenzen wirkten sich auch positiv auf die Ertragslage aus: Die Einnahmen der Bahn konnten um rund 10% gesteigert werden.

Der positive Geschäftsverlauf bei der Sonnenbergbahn bestärkt Betriebsleitung und Verwaltungsrat darin, den eingeschlagenen Weg konsequent weiterzugehen. Diese arbeiten seit einigen Jahren auf den neuen Rhythmus der Revisionsarbeiten hin, die vom Gesetzgeber zur Wahrung der Sicherheit vorgegeben wird. Denn wo es um die Sicherheit der Passagiere geht, geniesst auch eine historische Bergbahn keinerlei Privilegien. Das bedeutet, dass bei der Bahn wichtige Komponenten in regelmässigen Intervallen revidiert werden müssen.

Für die Sonnenbergbahn stand deshalb kurz nach der letzten Berg- und Talfahrt der Saison 2018 mit Passagieren eine «Sonderfahrt der besonderen Art» an: Jene der Bahn ins Werk des Seilbahn-Spezialisten Garaventa in Thun. Dazu mussten beide Fahrzeuge in einer spektakulären Aktion von der Schiene auf einen Tieflade-Anhänger verladen und ins Berner Oberland transportiert werden. Dort wurde das Fahrwerk in Einzelteile zerlegt, untersucht und revidiert. Da bei der Revision auch nötige Reparaturarbeiten entdeckt wurden, die auf Abnützungserscheinen an Rädern und Achsen zurückzuführen waren, galt es schnell zu handeln. Denn die Produktion von Achsen und Rädern für die historische Bahn erfolgt weitgehend auf handwerklichem Weg und erfordert Zeit. Es galt schnell und trotzdem wohlüberlegt zu entscheiden, wollte man den Werkstatt-Aufenthalt der Bahn auch für diese Arbeiten nutzen und so einen späteren Betriebsunterbruch für die Reparaturen verhindern. Erleichtert wurde der Entscheid durch die gesunde Finanzlage der Bahn. Denn sie erlaubte es, die zusätzlichen, ungeplanten Reparaturarbeiten in Auftrag zu geben und sie aus eigenen Mitteln zu finanzieren.

Für die Bahn zahle sich damit die weitsichtige Planung der Revisionsarbeiten, aber auch die konsequente Festigung der Ertragslage der vergangenen Jahre bereits aus. Wie Verwaltungsratspräsident Bruno Peter in seinem Jahresbericht schreibt, werden nächste Revisionsarbeiten die Bahn aber erneut fordern. Es gelte, die Ertragslage weiterhin mit einem wachen Auge zu verfolgen und weitere Aktivitäten zu unternehmen, um den Sonnenberg als Freizeitraum und Naherholungsgebiet attraktiv zu behalten. Für einen gesunden Mix an Aktivitäten, Events, Ruhe und Naturschutz gelte es, weiterhin mit allen Partnern eng zusammenzuarbeiten.