Kriens glänzt 2025 erneut mit einem Plus von 96 Mio. Franken
Die Stadt Kriens erzielte 2025 zum dritten Mal in Folge einen Überschuss. Mit einem Gewinn von 96 Mio. Franken ist es das zweitbeste Ergebnis in ihrer Geschichte. Dieses Resultat unterstreicht die erfreuliche Entwicklung der städtischen Finanzen und schafft Spielraum für die kommenden Jahre.
Nachdem die Stadt Kriens im Jahr 2023 einen Gewinn von 59 Mio. Franken und im Jahr 2024 von 99 Mio. Franken vorlegen durfte, erzielte sie auch 2025 mit 96 Mio. Franken einen deutlichen Überschuss. In diesem Resultat enthalten ist die Finanzierung der aufgelaufenen Sanierungskosten für Zunacher und Kleinfeld der Heime Kriens AG in der Höhe von 20 Mio. Franken. Alle Finanzkennzahlen liegen innerhalb der vom Kanton Luzern vorgegeben Grenzwerte, was die finanzielle Stabilität der Stadt Kriens bestätigt.
Die Weichen richtiggestellt
Es waren die Steuererträge der juristischen Personen (78 Mio. Franken über Budget) und der natürlichen Personen (15 Mio. Franken über Budget), welche dieses Resultat ermöglichten. Der Fiskalertrag im Jahr 2025 übertraf die Erwartungen um mehr als 92 Mio. Franken und lag somit erheblich über dem geplanten Betrag von 127 Mio. Franken. «Dieses erneut sehr erfreuliche Ergebnis macht deutlich, dass die Stadt die Weichen in den vergangenen Jahren richtiggestellt hat. Wir profitieren weiterhin von einer starken Wirtschaft mit starken Unternehmen. Gleichzeitig ist es uns aber gelungen, die Steuererträge, insbesondere durch das Bevölkerungswachstum bei den natürlichen Personen, stetig zu erhöhen», erklärt Stadtpräsidentin Christine Kaufmann.
Positive Finanzkennzahlen
In den vergangenen «guten» Jahren konnte Kriens das Eigenkapital deutlich stärken. Aus einer Nettoverschuldung von 5000 Franken pro Einwohner im Jahr 2019 ist bis Ende 2025 ein Nettovermögen von über 5000 Franken pro Einwohnerin und Einwohner entstanden. Kriens verfügt somit über ein Nettovermögen von 156.6 Mio. Franken (statt wie im Jahr 2020 eine Nettoschuld von 127.6 Mio. Franken). «Die Stadt Kriens hat sich in den letzten Jahren finanziell erfreulich entwickelt. Wir gehören heute zu den finanzstärksten Gemeinden im Kanton Luzern. Obwohl wieder einige schwierigere Jahre folgen werden, gibt uns das Polster, das wir schaffen konnten, die nötige Flexibilität, um in geplante grosse Projekte – wie die Schaffung und Erneuerung von Schulraum – zu investieren», sagt Finanzvorsteher Roger Erni.
Solide Finanzstrategie und zukunftsorientierte Reserven
Mit einem freien Eigenkapital von mehr als 300 Mio. Franken zum Jahresende 2025 hat die Stadt Kriens eine solide Grundlage geschaffen, um diese Projekte und Ziele in den kommenden Jahren umsetzen zu können. Dabei fokussiert sich die Stadt Kriens weiterhin auf ihre nachhaltige Finanzstrategie, die auf Basis des Planungsberichtes «Mit Kompass in eine nachhaltige, solide Legislatur» formuliert wurde. Dazu gehört der Entscheid des Stadtrates, wie in den beiden Vorjahren, 20 Prozent des Überschusses in der Bilanz per Ende 2025 als «statistische Reserve Finanzausgleich» zurückzustellen. Aufgrund des hohen Überschusses 2023 muss die Stadt Kriens bereits in diesem Jahr 1.5 Mio. Franken an den Kanton Luzern überweisen. Dieser Betrag wird in den nächsten Jahren durch die zuletzt noch besseren Abschlüsse weiter ansteigen.
Neue Herausforderungen
«Die kommenden Jahre bringen uns neue Herausforderungen, insbesondere im Bereich des Finanzausgleichs. Wir wollen sicherstellen, dass wir auch in Zukunft handlungsfähig bleiben, wenn diese Zahlungen seitens des Kantons in Rechnung gestellt werden», erklärt Roger Erni weiter. Es gilt, die finanzielle Stabilität der Stadt langfristig zu sichern und die kommenden Herausforderungen zu bewältigen. Im Frühling 2026 ist ein grosses Unternehmen und wichtige Steuerzahlerin der Stadt Kriens nach Luzern gezogen. Dadurch gehen die Steuererträge bei den juristischen Personen ab 2027 massiv zurück.
Durststrecke bis 2030
Im aktuellen Jahr 2026 wird für die Stadt Kriens noch einmal ein Überschuss erwartet. Ab 2027 bis 2030 muss sich die Stadt Kriens auf rote Zahlen einstellen. Gemäss den Prognosen im aktuellen Aufgaben- und Finanzplan werden die Fiskaleinnahmen infolge eines weiteren Rückgangs der Einnahmen bei den juristischen Personen 2027 auf 105 Mio. Franken gegenüber 219 Mio. Franken (2026) sinken. Kriens rechnet daher für 2027 mit einem Defizit von bis zu 30 Mio. Franken. «Wir befinden uns in einer komfortablen Situation, um eine kommende Durststrecke bis 2030 erfolgreich zu meistern. Um die geplanten Erneuerungen bei den Schulhäusern und der Verkehrs- oder der Altersinfrastruktur zu tätigen, wird es aber eine Anpassung des Finanzhaushaltsreglements brauchen. Dieses ist aus heutiger Sicht zu starr formuliert und gibt uns zu wenig Spielraum für die notwendigen Investitionen», sagt Roger Erni abschliessend.